Der Ortsrat Klein Berkel tagte am 30. April erstmalig in den Räumen der Grundschule. Hier war damit erstmals auch Personen mit Bewegungseinschränkungen die Möglichkeit zur Teilnahme gegeben.
Wie ein roter Faden zog sich der Bedarf an Informationen aus der Stadtverwaltung durch fast die ganze Tagung. Dies begann schon in der Bürgerfragestunde, wo nach der Umsetzung des Baus des Feuerwehrhauses wie auch der Abwicklung von Schäden aus dem Glasfaserausbau gefragt wurde. Definitive Antworten aber fehlten.
Schriftliche Informationen aus der Verwaltung zum beschlossenen und bewilligten Bau des Streetball-Platzes am Jugendheim wie auch zum Sachstand der Vorbereitung für den Ganztag an der Grundschule Klein Berkel wurden aus allen Fraktionen einhellig als nicht hilfreich und unzureichend benannt.
Ortsratsmitglieder, die zugleich Eltern von Kindern sind, die jetzt in Klasse eins eingeschult werden, berichteten anschaulich davon, dass aktuell den Eltern keine gesicherten Grundlagen für die organisatorische wie auch inhaltliche Abwicklung des „offenen Ganztags“ vorlägen. Die schriftliche Vorlage aus der Schulabteilung der Verwaltung konnte die vom Ortsbürgermeister Petersilie zu diesem Tagesordnungspunkt angeforderte Verwaltungskraft nicht ersetzen. Zurück blieb deutliche Kritik aus allen Fraktionen an der Haltung der Verwaltung, Anfragen zur personellen Präsenz aus der Verwaltung bei Ortsratssitzungen mit schriftlichen Kurzstatements ab zu tun.
Diese Verhaltensweise der Verwaltung zeigte auch bei der Auswertung der in den letzten Monaten aufgestellten mobilen Geschwindigkeitsanzeigen. Auf insgesamt 32 Seiten wurden die Ergebnisse im Wesentlichen tabellarisch dargestellt. Dabei konnte festgestellt werden, dass in den Morgenstunden und am frühen Abend auffällig zu schnell gefahren wird. Leider war niemand aus der Verwaltung da, der notwendig zu ziehende Schlüsse aus der Untersuchung vorstellen konnte. Der Ortsrat hat dies nun für seine nächste Sitzung ausdrücklich bei der Verwaltung eingefordert.
Neben diesen Punkten verabschiedete der Ortsrat den Haushaltsplan für das laufende Jahr. Als wesentliches Ereignis wird im Juli eine Bürgerfahrt mit voraussichtlich 90 Teilnehmern stattfinden. Anmeldungen sind noch möglich.

